Meine Yoga-Stile und Techniken

Ich unterrichte unterschiedliche Arten von Yoga. Welche dies sind, worin die Unterschiede liegen und welche zu dir passt, kannst du hier herausfinden.

Hatha-Yoga | Yin-Yoga | Restorative-Yoga | Kinder-Yoga | Breathwork | Pranayama

Hatha-Yoga

Hatha Yoga ist eine wirksame Methode, um Körper und Geist wieder in Balance zu bringen und natürliche Heilungsprozesse zu aktivieren. In der Praxis lernst du, dich mit deinem Körper zu verbinden, den Atem zu vertiefen und Schritt für Schritt ganz bei dir selbst anzukommen.

Diese Kurse bilden eine stabile Basis für dein wöchentliches Training. Bereits nach kurzer Zeit spürst du mehr Ruhe, eine bessere Sauerstoffversorgung und eine deutliche Entlastung von Verspannungen.

Mit regelmäßiger Übung stärken sich Kraft, Beweglichkeit, Stimmung und Selbstwahrnehmung – körperlich, geistig und seelisch.

Die Stunden sind kraftvoll, dynamisch und muskelstärkend – ideal für alle, die fitter werden und ihr Wohlbefinden nachhaltig verbessern möchten.

Yin-Yoga

Yin Yoga ist ein ruhiger, passiver Yogastil, bei dem die Asanas (Körperhaltungen) überwiegend im Sitzen oder Liegen ausgeführt und 3–7 Minuten gehalten werden. Ziel ist es, tiefe Schichten des Bindegewebes wie Faszien, Bänder und Sehnen zu erreichen – ohne aktive Muskelkraft.

Ursprung und Philosophie

Der Stil geht auf das daoistische Yin-und-Yang-Prinzip zurück:

  • Yin – weiblich, weich, ruhig, empfangend
  • Yang – männlich, aktiv, kraftvoll, dynamisch

Paulie Zink, Paul Grilley und Sarah Powers entwickelten Yin Yoga als Gegengewicht zu den aktiven (Yang-) Stilen wie Vinyasa oder Ashtanga.

Tiefe Erholung & Stressabbau
Regulation von Schlaf, Verdauung und Emotionen
Unterstützt Heilungsprozesse und Trauma-Integration

Typische Elemente einer Yin-Yoga-Stunde

  • Liegende oder sitzende Positionen
  • Sanfte Hüftöffner, Vorbeugen, Drehhaltungen
  • Posen wie „Schwan“ (Taube) oder „Drache“ (Sprinter)
  • Wissensvermittlung Meridian-und Elementelehre aus der TCM
  • Kurze Meditationen, Yoga Nidra & Klang (z. B. mit Schalen oder Mantra)

Wirkung

  • Dehnung tiefer Gewebeschichten
  • Förderung der Gelenkbeweglichkeit
  • Loslassen von Spannungen
  • Innere Ruhe & meditativer Zustand

Restorative-Yoga

Restorative Yoga ist eine besonders sanfte Praxis, die dem Körper hilft, in einen tiefen Entspannungszustand zu gleiten. Hier geht es nicht um Dehnung, sondern um Regeneration und Nervensystem-Beruhigung.

Charakteristisch

  • Posen werden 10–20 Minuten gehalten
  • Intensive Nutzung von Hilfsmitteln (Bolster, Decken, Blöcke, Augenkissen)
  • Kein Muskelzug, stattdessen vollständiges Loslassen
  • Fokus auf den parasympathischen Zustand (Heilnerv / Vagusaktivierung)

Wirkung

  • Tiefe Erholung & Stressabbau
  • Regulation von Schlaf, Verdauung und Emotionen
  • Unterstützt Heilungsprozesse und Trauma-Integration

Kinder-Yoga

Kids-und Teensyoga kann auf vielfältige Art helfen, sich selbst besser wahrzunehmen und mit den Anforderungen in Schule und Umwelt besser umgehen zu können. Yoga wirkt ganzheitlich und fördert die Konzentrationskraft, Lernfähigkeit und stärkt die innere und muskuläre Haltung (Aufrichtung).

Charakteristisch

In meinem Kinderyogaunterricht biete ich einen Raum, der frei von Erwartungen und Leistungsdruck ist. Durch die spielerische Herangehensweise nehmen Kinder viele wichtige Themen für ihr späteres Leben mit und werden dadurch gestärkt!

Wirkung

Viele Studien und Projekte haben die positiven Auswirkungen von Yoga, ähnlich wie bei Erwachsenen, auch bei Kindern bestätigt. Yoga verbessert die Motorik und fördert die körperlichen und koordinativen und konzentrativen Fähigkeiten. Im Yoga lernen die Kinder sich selbst zu regulieren und zu entspannen. Yoga bietet ihnen die Chancen, sich körperlich auszuprobieren, Balance und Fokussierung zu erlernen. Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche werden bewusster.

Die Fantasie, die Intuition, das Selbstvertrauen und die Gelassenheit werden gestärkt. In diesem Kurs erlernen die Kinder einen Sonnengruss, viele unterschiedliche Positionen (Asanas), Entspannung-und Atemtechniken.

Breathwork

„Breathwork“ ist kein fest definiertes System, sondern ein moderner Sammelbegriff für verschiedenste Atemtechniken, die bewusst und intensiv praktiziert werden, um emotionale, körperliche und seelische Blockaden zu lösen.

Die Ursprünge liegen sowohl in alten Weisheitslehren (Yoga, Schamanismus, Taoismus) als auch in westlicher Atemtherapie und transpersonaler Psychologie.

Westliche Breathwork-Pioniere

  • Leonard Orr – Begründer des Rebirthing Breathwork (1970er), basierend auf kreisförmigem, verbundenem Atmen.
  • Stanislav Grof – entwickelte das Holotrope Atmen, eine bewusstseinsverändernde Atemtechnik mit Musik und psychotherapeutischer Integration.
  • Judith Kravitz – schuf das Transformational Breath®.
  • Wim Hof – kombinierte Atem, Kälte und Mindset zu einem modernen Breathwork-System.

Breathwork und der Bauch – dein Zentrum der Kraft

Ein Beispiel: „Der Bauch ist nicht nur Verdauungsorgan, sondern Ort deiner inneren Stimme, deiner Lebendigkeit – und manchmal auch deiner verdrängten Gefühle.“ Viele von uns tragen etwas im Bauch:

  • hartnäckiges Bauchfett
  • alte emotionale Spannungen
  • Narben nach Operationen oder Geburten
  • eine träge Verdauung oder Schmerzen, die keine medizinische Ursache finden.

Breathwork bringt Bewegung dorthin, wo lange Starre war. Durch bewusstes, verbundenes Atmen aktivierst du:

  • deine Zwerchfellkraft (wichtig für die Durchblutung der Bauchorgane) & für tiefes Atmen
  • deinen Vagusnerv (der deine innere Ruhe steuert)
  • und deine tiefliegenden Muskelschichten – vom Beckenboden bis zur Bauchdecke.

Es ist, als würdest du alten Ballast ausatmen – und Raum schaffen für dich. Nicht selten lösen sich über den Atem auch emotionale Blockaden, die sich im Bauch manifestiert haben.

Diese modernen Methoden vermischen sich heute mit körpertherapeutischen, schamanischen, psychologischen und sogar bioenergetischen Elementen.

Auch im Yoga ist der Atem seit Jahrtausenden ein zentrales Werkzeug – Pranayama bedeutet nicht weniger als „die Ausdehnung der Lebensenergie“.

Viele moderne Breathwork-Techniken lehnen sich an diese yogischen Traditionen an oder führen sie weiter.

Pranayama

Pranayama ist ein klassischer Bestandteil des Yoga, der bereits in den alten Schriften wie den Upanishaden, der Bhagavad Gita und den Yoga Sutras von Patanjali (ca. 200 v. Chr.) beschrieben wird.

Charakteristik

  • Prana = Lebensenergie
  • Ayama = Ausdehnung, Kontrolle

Es geht also nicht nur ums Atmen an sich, sondern um die Lenkung und Ausdehnung der Lebensenergie durch den Atem. Pranayama ist dabei oft eingebettet in ein spirituelles Ziel: die Reinigung der Nadis (Energiekanäle), die Öffnung der Chakren (Energiezentren), die Vorbereitung auf Meditation oder Samadhi (Glückseligkeit).

Typische Pranayama-Techniken sind z. B.:

  • Nadi Shodhana (Wechselatmung)
  • Kapalabhati (Feueratmung)
  • Bhastrika (Blasebalg-Atmung)
  • Brahmari (Bienensummen)
  • Kumbhaka (Atemanhalten)

Wir beginnen mit einfachen Pranayama-Übungen und sanften Techniken aus dem modernen Breathwork, um uns behutsam an unsere eigene Lebenskraft heranzutasten.

Dabei stellen wir uns zentrale Fragen:

  • Wo stehe ich gerade in meinem Energieniveau?
  • Wo spüre ich Erschöpfung oder Enge im Körper?
  • Wie fühlt sich mein Atem an – frei, gehalten, flach, lebendig?

Wirkung

Durch bewusste Atmung – ob über das Zwerchfell, durch die Nase oder mit verlängerten Ausatmungen – beginnen wir, unser Nervensystem zu regulieren, den Körper zu durchfluten mit Sauerstoff und vielleicht auch mit dem subtileren Prana, der Lebensenergie.

Diese erste Einheit ist kein Leistungsraum, sondern ein Erfahrungsraum: Spüren statt bewerten. Ankommen statt kontrollieren.

So öffnen wir gemeinsam einen geschützten Raum – in dem du erforschen darfst, wie du dich selbst wieder auffüllen, regulieren und aktivieren kannst.